Neuigkeiten aus Dierstorf


geschrieben von:
Ilonka Danowski
am 20. März. 2019

Das erste Fohlen!

Die Abfohlsaison hat begonnen und gleich das erste Fohlen dieses Jahres ist etwas ganz besonderes: Die wohl letzte zu Lebzeiten gezeugte Tochter des Trakehner Buschheroen El Greco TSF aus der PrSt. Chiasso (v. SilvermoonHeraldik xx) präsentiert sich mit großen Partien, ungemein sportlich und deutet bereits mit wenigen Tagen an, dass unsere Ideen bezüglich der Anpaarung nicht verkehrt waren. Wir können uns jetzt schon gut vorstellen, wie sie in einigen Jahren über die Geländestrecken fliegen wird!
Leider werden wir dies wohl kaum live mitverfolgen können, denn im Laufe der Trächtigkeit sicherten sich Vielseitigkeitsförderer aus Kalifornien dieses begehrte Leistungsblut und erwarben Chiasso samt damals noch ungeborenem Fohlen. Im Laufe des Jahres ist dann für beide der Umzug in die neue Welt geplant. Wir sagen erstmal schon „herzlichen Glückwunsch“ an die neuen Besitzer und drücken die Daumen für eine erfolgreiche Zukunft!

Den Termin für unsere Trakehner Fohlenschau mit Musterung und Registrierung durch eine Kommission des Zuchtverbandes können wir auch schon bekannt geben. Am Samstag, den 8.Juni 2019 laden wir alle interessierten Pferdefreunde ein, mit uns einen schönen Nachmittag mit unseren jüngsten Hoffnungsträgern zu erleben. Los geht´s ab 14.00 Uhr!


geschrieben von:
Ilonka Danowski
am 2. Februar 2019

Die Decksaison kann beginnen!

Unser neuer Hengst Touch my Heart hat sich sehr gut bei uns eingelebt und somit steht dem züchterischen Einsatz nichts mehr im Wege!
Ab sofort können in Dierstorf auch Fremdstuten bedeckt werden. Interessierte Züchter können hier die Deckbedingungen einsehen.
Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Decksaison!


geschrieben von:
Ilonka Danowski
am 2. Januar. 2019

WFFS – Status in unserem Bestand

Im Laufe des vergangenen Jahres tauchten zunehmend Berichte über die Erbkrankheit WFFS bei Pferden auf – das „Warmblood Fragile Foal Syndrom“.
Hierbei handelt es sich um eine fehlerhafte Kollagenbindung, was zu einer Ablösung der Haut vom Körper führt. Betroffene Fohlen zeigen eine extreme Hautbrüchigkeit und häufig überdehnbare Gelenke. Die Krankheit ist nicht heilbar, die Fohlen müssen, um ihnen weitere Leiden zu ersparen, zügig euthanasiert werden.
Das ist ein Szenario, welches kein Züchter erleben möchte!

Dass die meisten Züchter, genau wie wir, in der Praxis noch nie damit konfrontiert waren, liegt zum einen daran, dass die Krankheit autosomal rezessiv vererbt wird (d.h. Tiere, die das WFFS-Gen in einfacher Form in sich tragen, klinisch absolut unauffällig sind), zum anderen aber auch daran, dass – nach derzeitigem Kenntnisstand – die Föten betroffener Fohlen zumeist bereits im Mutterleib absterben. So manch eine Fruchtresorption oder auch Abort kann durchaus seine Ursache im doppelten Auftreten des WFFS-Gens haben.

Ein gesundes Pferd wird entweder den genetischen Status: WFFS-frei oder WFFS-Träger haben. Letztere tragen das Gen in einfacher Ausführung (von einem Elternteil erhalten) in sich. Sie sind selber klinisch gesund, werden dieses Gen aber an 50 % ihrer Nachkommen weiter geben.
Lediglich bei der Paarung zweier WFFS-Gen-Träger besteht eine 25 %-ige Wahrscheinlichkeit, dass das Fohlen dieses Gen in doppelter Ausführung in sich trägt und von daher nicht lebensfähig sein wird. Um das zu vermeiden, sollten solche Anpaarungen auf jeden Fall vermieden werden.

Wir wollten uns mal Klarheit über die Situation bezüglich dieses Gen-Defektes bei unseren Pferden verschaffen und haben die aktuellen Zucht- und potenziellen Nachwuchspferde testen lassen. Das erfreuliche Ergebnis dabei: Sowohl unser Hengst Touch my Heart, als auch alle getesteten Stuten (Corné, Ivana, Donauaue und Kaikoura, sowie alle Nachkommen aus diesen Stuten) sind frei von WFFS!

Das bedeutet, dass Touch my Heart-Fohlen niemals an WFFS erkranken werden und, in Anpaarung an unsere Stuten, nur Fohlen fallen werden, die ebenfalls frei von diesem Gen-Defekt sind.

Es werden möglicherweise in Zukunft weitere genetische Defekte gefunden werden, die bislang unerklärliche Probleme verursachen – aber das „Gespenst“ WFFS haben wir zumindest zum jetzigen Zeitpunkt aus unserem Bestand verscheuchen können!


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